Das Bonsai-Aquarium |
Donnerstag, den 10. April 2003 um 19:38 Uhr | |
Dieses Spezial-Aquarium hat eine Grundfläche von 80 x 45 cm. Die Höhe der vorderen Scheibe beträgt 25 cm, die der Rückscheibe 50 cm. Die Seitenscheiben steigen schräg nach hinten an.
Stellprobe der Moorkienhölzer: Dies muß besonders sorgfältig geschehen, da das Holz so befestigt werden muß, daß es nicht zusammen fällt, aber auch einen Spalt zwischen Holz und Aquarium-Scheibe läßt. Da das Holz noch quillt, wenn es naß wird, bestände ansonsten die Gefahr, daß es das Aquarium sprengt.
In linken Teil befindet sich an der Rückscheibe hinter den Hölzern versteckt ein zu einer Tasche zusammen gefalteter Mattenfilter aus blauem Filterschaumstoff. In dieser Tasche steckt eine kleine Zimmerspringbrunnenpumpe. In ein PVC-Rohr sind Plastiksteckverbinder für normalen Luftschlauch eingeklebt. Auf diese werden die Luftschläuche aufgesteckt und mit schwarzen Kabelbindern so an den Hölzern unsichtbar befestigt, daß fast überall Wasser über das Holz läuft. Wenn man diese Verteilung genau plant, dann braucht man später die emers auf den Hölzern sitzenden Pflanzen nicht zu gießen.
Erste Stellprobe einiger Pflänzchen und ein Test der Wasserführung über die Hölzer:
Nach mehreren Wochen ungestörten Wachstums sieht die Miniatur-Landschaft schon ansprechender aus. Ein paar emerse Pflanzen mußten in dieser Zeit ersetzt werden, da nicht alle anwuchsen. Es ist gar nicht so leicht, hier die richtigen Pflanzen zu finden, da hier ja doch extreme Bedingungen (ständig nasse Füße) herrschen.
Bei der Bepflanzung wurden mehrere Methoden ausprobiert. Ein Teil der Pflanzen habe ich als kleine Hydrokultur-Töpfchen gekauft und mitsamt diesem Topf in den Wurzel-Zwischenräumen verankert (Topf eingeklemmt oder einfach auf ein flaches Wurzelstück gestellt). Bei einem anderen Teil habe ich aus dem grauen Flies, den man für Gartenteichpflanzen benutzt, eine 'Tasche' geformt, Kokoserde (aus diesen gepreßten Kokosbriketts) hinein getan, die Pflanze da drin eingepflanzt und das ganze dann oben mit einem Kabelbinder etwas zugezogen, damit das ganze nicht auseinander fällt. So bekommt man recht flexible 'Töpfchen', die man auch in unregelmäßig geformte oder enge Wurzelritzen stopfen kann. Zwei natürliche Löcher im Holz habe ich ebenfalls mit dieser Kokoserde gefüllt und die Pflanzen direkt hinein gepflanzt. Den Rest der Pflanzen, in der Hauptsache Bubiköpfchen und Moose (auch Javamoos) habe ich einfach auf das nasse Holz gelegt. Damit das über die Hölzer fließende Wasser nicht so plätschert, habe ich an den Tropfstellen schmale Streifen von Nylonstrumpfhosen vom Holz in das Wasser hängen lassen. Hier fleißt das Wasser dann geräuschloser in den Wasserteil zurück. Um diese Nylonstrumpfhosenstreifen habe ich ein paar Triebe Javamoos gewickelt. Dieses gedeiht inzwischen so gut, daß von dem 'Untergrund' nichts mehr zu sehen ist. Außerdem fängt es inzwischen an, sich emers am feuchten Holz hochzuhangeln.
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Juli 2010 um 18:28 Uhr |